Fintech: ein Branchenquerschnitt

Wo die Schweiz top ist und wo sie noch Potenzial hat

Um einen Überblick über den Fintech-Markt zu gewinnen, haben wir drei Branchenvertreter an den runden Tisch geladen: John Hucker, Präsident der Swiss Finance + Technology Association (Swiss FinteCH), Dennis Just, Gründer und CEO der Knip AG, sowie Bernard Lunn, Gründungspartner von Daily Fintech Advisers.

Alles spricht über Fintech. Es gibt Fintech-Applikationen, -Netzwerke, -Meet-ups und auch eine Fintech-Branche. Doch was genau bedeutet Fintech?

DJ: Fintech bezeichnet die Nutzung von Technologie, das heisst von Software, Hardware und mobilen Geräten, mit dem Ziel, Kunden noch besser zu betreuen und es ihnen einfacher zu machen, Entscheidungen zu treffen und die Kontrolle zu behalten.


JH: Fintech hat sich zu einem Buzzword entwickelt, ist aber eigentlich kein neuer Begriff. Die Nachwehen der Finanzkrise haben Fintech jedoch ins Rampenlicht gerückt. Früher galten Banken als besonders fortschrittliche Unternehmen in der Finanzbranche. In jüngster Zeit tun sie sich jedoch zunehmend schwerer mit Innovation, sodass pfiffige Unternehmer ihnen das Wasser abgraben.


BL: Es gibt zwei Kategorien von Fintech-Unternehmen: Die einen, nennen wir sie «klassisch», liefern Technologie an Banken, wie wir es bisher kannten. Die andere Kategorie sind sogenannte «aufstrebende Fintech-Unternehmen» wie Knip. Sie liefern direkt an die Konsumenten, kleine und grosse Unternehmen. Sie unterhalten vielleicht aus Gründen des Branding und Revenue Sharing Beziehungen zu Banken, sind aber nicht von ihnen abhängig. Genau das macht es spannend.


Der Fintech-Höhepunkt
liegt noch vor uns.

Derzeit fliesst viel Geld in Fintech. Knip konnte beispielsweise 15 Millionen Franken auftreiben, ein sehr hoher Betrag für ein Schweizer Unternehmen. Viele Banker alter Schule sind besorgt, dass Konsumenten vermehrt Dienstleistungen von Start-ups beziehen. Handelt es sich bei Fintech um einen nachhaltigen Trend oder schlicht einen Hype?

DJ: Wenn wir vom Hype Cycle ausgehen, liegt der Höhepunkt noch vor uns. Der Hype Cycle ermöglicht es uns, viel Kapital aufzutreiben, zu experimentieren und viel schneller zu lernen als Banken oder Versicherer. Mittelfristig wird sich die Situation zweifellos etwas beruhigen.


Bedeutet das, Fintechs benötigen sehr viel Geld, weil Start-ups mit neuen Lösungen experimentieren, ohne genau zu wissen, was sie tun?

DJ: Das ist bis zu einem gewissen Grad richtig. Investoren erklären mir, dass sie nicht wegen unseres Geschäftsmodells Geld in Knip stecken, sondern weil sie an das Team glauben. Zu Beginn wussten wir noch nicht, wie wir die Broker durch Technologie ersetzen sollten. Doch inzwischen haben wir es sehr weit gebracht. Vermutlich können wir noch tiefer in die Wertschöpfungskette eingreifen und die Versicherer herausfordern. Wir ermitteln aus der Sicht des Konsumenten, welche Lösungen gefragt sind, und passen unser Vorgehen an. Dadurch, dass wir direkt in den Markt gehen und Geld investieren, können wir sehr schnell lernen.


Bernard Lunn, die Unternehmen, mit denen Sie zusammenarbeiten, sind schon weiter in diesem Zyklus. Wie nachhaltig sind ihre Geschäftsmodelle?

Bernard Lunn
Bernard Lunn

BL: Sehr nachhaltig. Aus den Aussagen von Dennis schliesse ich, dass der Hype Cycle und die Wirklichkeit entkoppelt sind. Kunden, die Produkte von Start-ups nutzen, kümmert der Hype Cycle nicht. Die Investoren tun sich schwer damit, dass sie im Gegensatz zu früher nicht mehr in Ruhe entscheiden können, wann sie in einen Markt eintreten. Heute besitzen 50% der Weltbevölkerung ein Mobiltelefon mit Internetzugang. Schlägt eine Idee im Markt ein, verläuft die Erfolgskurve unglaublich steil. Zahlreiche Unternehmen scheitern. Doch die wenigen, die es schaffen, machen die Misserfolge wett und verändern die Welt.


John Hucker, Sie waren bis vor kurzem bei einer Privatbank tätig. Was ist dort von Fintech zu spüren?

JH: Das Private Banking ist heute noch kaum betroffen. Die Schweizer Banken geniessen nach wie vor einen ausgezeichneten Ruf. Doch haben sich die Erwartungen der Kunden verändert. Wir alle nutzen täglich das Smartphone. Damit Banken auch über diesen Kanal mit ihren Kunden interagieren können, müssen sie ihre Dienstleistungen anpassen. Nun lässt sich das System aber nicht über Nacht neu erfinden. Es gibt zahlreiche Einschränkungen und die Anpassungen verursachen hohe Kosten. Bei Start-ups hingegen entwickeln Topteams in einem flexiblen technischen Umfeld auf der grünen Wiese. Das sind beste Voraussetzungen, um neue Lösungen zu entwickeln. Das ist eine wichtige Rolle und die Schweizer Banken sind deshalb enorm an Fintech interessiert.


Sie denken also nicht, dass Private-Banking-Kunden ihre Vermögenswerte von klassischen Banken zu beispielsweise True Wealth transferieren, dem ersten Schweizer Online-Vermögensverwalter?

JH: Die Beziehungen im Segment der vermögenden Kunden beruhen auf Vertrauen, Zuverlässigkeit und erstklassigen Dienstleistungen. Nun stellt sich für Banken die Frage, wie sie sich in dieser digitalen Welt etablieren und gleichzeitig die Werte aus der Welt des Private Banking bewahren. Das haben sie meines Wissens noch nicht geschafft. True Wealth wiederum ist fantastisch, aber noch weit von der Reichweite entfernt, die nötig ist, um erfolgreich zu sein.


BL: Ich stimme John voll und ganz zu. Das Private Banking als solches ist wohl noch nicht tangiert. Die Privatbanken sind im Beratungsmarkt tätig, während sich Fintechs zunehmend im Markt etablieren, der ohne Beratung auskommt. Der wirkt auf den ersten Blick klein, ist insgesamt aber deutlich grösser als der Beratungsmarkt.


JH: Was eine Bank Ihnen anbietet und eine Privatbank Ihnen offiziell bieten kann, sind zwei paar Schuhe. Interessant ist zu schauen, woher die Vermögenswerte künftig kommen werden. Die meisten vermögenden Kunden sind im Alter von 35 Jahren noch nicht attraktiv. Das ändert sich, wenn sie mit 60 ihr Unternehmen verkaufen. Die Banken vernachlässigen die junge Generation, werden aber kaum noch an sie herankommen, wenn sie in 10 bis 15 Jahren mehr Potenzial bietet.


Das Gesetz bestimmt, wie
leicht ein Start-up in den Markt
eintreten kann.

Bernard Lunn, Ihr Unternehmen ist weltweit tätig. Welche Unterschiede sehen Sie in verschiedenen Ländern oder Kontinenten?

BL: Die gesetzlichen Bestimmungen variieren von Land zu Land und steuern die Entwicklung massgeblich. Denn das Gesetz bestimmt, wie leicht ein Start-up in den Markt eintreten kann. Der Finanzplatz London ist in diesem Bereich deshalb so erfolgreich, weil die britische Regierung schon früh der Ansicht war, Regulierung sei wichtig, den Neuunternehmen aber gleichzeitig keine grossen Steine in den Weg legen will. Sie hat den richtigen Mix gefunden, und das treibt das Wirtschaftswachstum voran.


JH: Wenn es um Finanzen geht, sind die kulturellen Unterschiede gross. Das fällt mir jedes Mal auf, wenn ich Asien besuche. In China beispielsweise ist Mobile Payment eine wichtige Sache: Die Menschen überweisen einander zig kleine Beträge und interessieren sich mehr für den Handel als für Investitionen. Natürlich hat jeder Standort spezifische Stärken. Zwei Fintech-Hubs stechen besonders hervor: das Silicon Valley wegen seiner Unternehmenskultur und Israel wegen seiner Start-up-Kultur. Durch die Herausforderungen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit haben sich israelische Unternehmen zu den besten im Bereich IT Security entwickelt.


Wie sieht es mit besonderen Stärken in der Schweiz aus?

Dennis Just
Dennis Just

DJ: Eine Stärke der Schweiz ist ihr Rechtssystem. Verglichen mit Deutschland beispielsweise ist es hier einfach, ein Unternehmen zu gründen. Die Schweiz ist allgemein stark, wenn es um Produkte und Strukturen geht, weniger bei der Ausführung. CEOs von amerikanischen Unternehmen haben uns erzählt, dass sie in etwas investieren, rasch dazulernen und dann entscheiden würden, ob die Investition sinnvoll sei. Falls nicht, haben sie zwar das Geld zum Fenster rausgeworfen, aber wissen dafür, was nicht funktioniert. Das ist im Grunde, was wir bei Knip tun. Allerdings sind wir die Einzigen in der Schweiz, denn die Risikobereitschaft ist eine andere hier.


Um Knip zu nutzen, muss ich Ihnen persönliche Versicherungsinformationen bekanntgeben. Wie schaffen Sie es als noch wenig bekannte Marke, Menschen dazu zu bringen, Ihnen diese Informationen anzuvertrauen?

DJ: Wir sind es uns heute gewohnt, persönliche Informationen wie eine E-Mail-Adresse oder eine Mobiltelefonnummer bekanntzugeben. Wenn ich etwas im Internet kaufe, tue ich das ja auch. Für Knip steht die Dienstleistung im Vordergrund. Die Informationen zu den Versicherungspolicen erhalten wir vom Versicherer, nicht vom Kunden. Wer einen Service nutzen will, kommt nicht umhin, Informationen preiszugeben.


Um erfolgreich zu sein, benötigen Sie ein gewisses Versicherungs- Know-how …

DJ: Versicherungsverträge sind relativ leicht verständlich. Allerdings würde ich selbst nie Kunden beraten – meine Aufgaben sind die operative und die strategische Führung. Für Beratung und Vertrieb beschäftigen wir Versicherungsspezialisten. Sie sind im Durchschnitt 29 Jahre alt, besitzen zwei bis drei Jahre Versicherungserfahrung und möchten nicht mehr im klassischen Umfeld tätig sein.


JH: Knip ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie weit es Menschen bringen können, die sehr schnell lernen und deren wahres Talent das unternehmerische Denken und Handeln ist. Fintech- und Medtech-Unternehmen scheinen sich etwas von den üblichen Start-ups abzuheben. Viele der Gründer besitzen zumindest eine gewisse Branchenerfahrung und erkennen, wo sich was verbessern lässt. Gepaart mit einer unverkrampften, innovationsfreundlichen Einstellung sind das optimale Voraussetzungen für einen Fintech-Start-up.


John Hucker, wo stehen Sie aktuell mit Swiss FinteCH und was sind Ihre Pläne für 2016?

JH: Wir wollen uns von der Masse abheben und reale Resultate erzielen, davon würden die beteiligten Parteien enorm profitieren. Besonders wichtig sind Themen wie gesetzliche Bestimmungen und verbesserte Rahmenbedingungen. Wir können uns dabei entweder auf die Angebots- oder auf die Nachfrageseite konzentrieren. Die Nachfrage ist sehr robust und es gibt zahlreiche Gründe, weshalb Schweizer Fintechs international Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auf der Angebotsseite liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Ich bin überzeugt davon, dass die Schweiz mehr Fintech-Start-ups hervorbringen kann – auch solche wie Knip, die international mitmischen. Wir wollen unser Netzwerk dazu nutzen, Menschen zu inspirieren, die klassische Bankbranche zu verlassen und etwas Neues aufzubauen.


Ich bin überzeugt davon,
dass die Schweiz mehr Fintech-
Start-ups hervorbringen kann.

Sind Sie vernetzt mit der französischen Schweiz?

John Hucker
John Hucker

JH: Swiss FinteCH will schweizweit tätig sein. Alexandre Gaillard, der Vizepräsident unserer Vereinigung und ursprüngliche Leiter in der Romandie, teilt viele der Grundsätze, auf denen ich aufbaue. Wollen wir uns zu einer internationalen Organisation entwickeln, müssen wir zumindest in der Deutsch- und der Westschweiz präsent sein.

 

Im Oktober waren Bernard Lunn und ich gemeinsam in Singapur an einem Podium globaler Fintech-Hubs, das im Rahmen der Swift-Konferenz stattfand, die jedes Jahr 5 000 bis 7 000 Teilnehmer anzieht. Diese Teilnehmer sind Early Adopters der Fintech Community, die nun dank ihrer Vereinigung Innotribe at Sibos international Fuss fassen wollen. Wie es der Zufall will, kommt Sibos nächsten September nach Genf. Das ist für uns die Gelegenheit, die internationale mit der Genfer Community zusammenzubringen. In dieser Woche wird also sehr viel los sein.

 

Sollte ich als Retailbank eher über die Start-ups besorgt sein oder über die grossen Tech-Unternehmen mit enormen Ressourcen wie Google oder Samsung?

BL: Über Google weniger. Einer der weltweit tätigen Tech- Giganten, die auf den Finanzmarkt drängen, ist Alibaba. Als Bank würde ich Alibaba im Auge behalten.


JH: Das Unternehmen war unglaublich erfolgreich mit seinem Geldmarktfonds. Besonders frappant dabei war, wie rasch es 50 Millionen Nutzer erreichte. Ein Internetgeschäft von diesem Ausmass ist völlig neu. Das Beunruhigende daran: Zahlreiche Banken betrachten Asien als künftigen Wachstumsmotor ihres Geschäfts. Sie richten ihre Entwicklungen und ihr Fintech-Engagement auf einen Markt aus, in dem die Menschen Vermögen aufbauen, jung und technologisch auf dem neusten Stand sind. Die Konkurrenz, die Banken nun aus den lokalen Tech-Giganten erwächst, ist übermächtig.


Die Konkurrenz, die Banken nun
aus den lokalen Tech-Giganten erwächst,
ist übermächtig.

Die FINMA und die Swisscom haben jüngst Online-Identifikation als neuen Service angekündigt. Sie übertragen einen herkömmlichen Prozess auf Video. Es dauert jedoch Wochen, bis mein Konto eröffnet ist.

DJ: In Deutschland gibt es NUMBER26 – ein Paradebeispiel für eine gelungene User Experience. Das Onboarding erzeugt einen richtigen Wow-Effekt. Innerhalb von sieben Minuten ist mein Konto eröffnet, innerhalb eines Tages erhalte ich meine Kreditkarte.


Wäre das aus regulatorischer Sicht auch in der Schweiz möglich?

DJ: Die Registrierung wäre leicht anders. Grundsätzlich kommt es aber dem sehr nahe, was gemäss dem neuen Zirkular der FINMA erlaubt ist.


In Grossbritannien gilt die Financial Services Authority (FSA) als fortschrittlich und als Segen für die Fintech-Szene. Wie schätzen Sie die FINMA ein?

JH: Historisch betrachtet galt die FINMA als grosses Plus für die Schweiz. Beim Thema Fintech hinkt sie indes etwas hinterher. Das liegt unter anderem daran, dass sie eine kleine Organisation mit begrenzten Ressourcen ist. In den zwei Jahren, seit wir mit der FINMA Kontakte pflegen, hat sie sich aber stets sehr offen und pragmatisch gezeigt.


DJ: Da stimme ich John zu. Die FINMA ist sehr offen. Allerdings gleicht sie eher einer neutralen Person, die versucht, den Markt in die richtige Richtung zu lenken. In Grossbritannien hingegen wirken die Regulatoren als Enabler und steuern den Markt aktiv.


Bernard Lunn, Sie haben erwähnt, dass von der Entwicklung des kleinsten überlebensfähigen Produkts bis zu dessen breiter Einführung nur wenige Monate vergehen. Wäre das in der Schweiz denkbar?

BL: Es gibt viele Gründe, sein Unternehmen in der Schweiz anzusiedeln, etwa das Rechtssystem oder das kryptografische Know-how im Raum Zug. Die geringe Risikobereitschaft ist allerdings ein echtes Problem in der Schweiz. Mitarbeiter, Partner und der Nachwuchs sind konservativer als anderswo. Noch entscheidender: Die Konsumenten sind konservativ. Weil hier alles bestens funktioniert, ist die Bereitschaft gering, etwas Neues zu versuchen.


DJ: Kürzlich unterhielt ich mich mit den CEOs zweier Schweizer Grossfirmen über Videoidentifikation. Dieser Aspekt ist im FINMA-Zirkular nicht im Detail festgelegt. Ich würde nun anstelle der beiden CEOs einen Prozess umsetzen, der jenem nahekommt, den die FINMA beschreibt, und ihn auf den Markt bringen. Das ist die einfachste Möglichkeit, den Kunden an Bord zu holen. Allerdings ist es auch etwas riskant, weshalb diese zwei Grossfirmen darauf verzichten.


Wir haben bereits über die Stärken gesprochen. Fehlt der Schweiz etwas, um sich zu einem Fintech-Leader zu entwickeln?

DJ: Die schweizerische Gesetzgebung ist für Geschäftsinhaber günstig. Zugleich würde es helfen, die notwendigen Bewilligungen für Fachkräfte aus dem Ausland schneller zu erhalten. Für Tech-Firmen ist es nämlich oft schwierig, in der Schweiz genügend qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren. Da Knip Geschäftsstellen in drei Ländern hat, sind wir in der Lage, das Problem zu umgehen und die Personen einzustellen, die wir für unser Wachstum brauchen.


JH: Wir wünschen uns, dass das Bewusstsein und die Bereitschaft zunehmen, um – sagen wir – über Risiken hinwegzusehen und die Chancen zu nutzen, die Fintech eröffnet. Die Schweiz muss sich kulturell öffnen, wenn sie sich schneller bewegen will. Aufgrund des föderativen Systems gibt es in der Schweiz einen hohen Grad an Unabhängigkeit, dies hat seinen Preis. Wir wollen Regulatoren, Industrie und Start-ups an einen Tisch bringen, um Orientierung zu schaffen. Wenn sich die Schweiz auf ihre Stärken besinnt und gleichzeitig an Tempo zulegt, hat sie beste Chancen, sich in Sachen Finanzdienstleistungen zu einem echten Innovator zu entwickeln.


BL: Wo sich die Schweiz zum Innovator entwickeln könnte, ist im «Crypto Valley». Der Raum Zug ist die Homebase vieler cleverer Personen mit enormem Crypto Know-how. In Kombination mit der Erfahrung der Schweiz im institutionellen Kapitalmarkt könnten hier echte Global Players entstehen.


Am runden Tisch nahmen teil:

John Hucker

John Hucker ist Mitgründer und Präsident der Swiss Finance + Technology Association, des Zentrums des Schweizer FintechÖkosystems, das Anspruchsgruppen der gesamten Community vertritt. Er ist Managing Director bei Taussig Capital. Bis vor kurzem war er bei Credit Suisse Digital Private Banking für Fintech verantwortlich. Davor betreute er bei UBS sehr vermögende Privatkunden sowie bei TD Asset Management institutionelle Kunden. Er besitzt einen CFA sowie einen MBA der Said Business School, University of Oxford.

Dennis Just

Dennis Just ist Gründer und CEO der Knip AG, eines digitalen Versicherungsbrokers, mit dem Kunden jederzeit den Überblick über ihre Versicherungspolicen, -prämien und -leistungen haben. Knip berät die Nutzer in allen Fragen rund um ihre Policen. Dennis hat Knip im September 2013 gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen 100 Mitarbeitende in drei Ländern. Es ist eingetragen bei der deutschen Industrie- und Handelskammer sowie TÜV-zertifiziert.

Bernard Lunn

Bernard Lunn ist Gründungspartner von Daily Fintech Advisers. Das Unternehmen arbeitet einerseits mit Scale-ups, Finanzinstituten und Technologiefirmen im Bereich Fintech zusammen und betreibt andererseits eine Open-Source-Plattform von Unternehmern für Unternehmer. Daneben nimmt Bernard Lunn regelmässig als Referent oder Moderator an Fintech-Konferenzen teil.